Intervallfasten

Jedes Mal, wenn wir Nahrung zu uns nehmen, wird unser Immunsystem aktiviert, um unseren Körper vor Krankheitserregern, die mit der Nahrung aufgenommen werden, zu schützen. Wenn keine Essenspausen eingelegt werden, bleibt unser Immunsystem dauerhaft aktiviert. Dadurch findet keine Regeneration unser Körperzellen statt und Entzündungen können nicht abklingen.

Die Zellen altern dadurch schneller und die Entstehung von Krankheiten wird begünstigt. Es ist daher wichtig, dem Körper durch längere Pausen ohne Nahrungsaufnahme Zeit für die Regeneration der Zellen zu geben. Wenn diese Pausen über einen Zeitraum von 12 Stunden hinaus gehen, leitet der Stoffwechsel Prozesse ein, die als Autophagie bezeichnet werden. Bei dieser Selbstreinigung des Körpers werden u.a. beschädigte Zellstrukturen recycelt und der Organismus kann gesund und funktionsfähig bleiben.

Aufgrund dieser positiven Effekte wird das Intervallfasten (16/8) seit dem 01.01.2021 in den neuen Ernährungsplan 2021 mit aufgenommen. Es wird ermittelt, ob sich das Intervallfasten für Ihren Stoffwechsel eignet und an wie vielen Tagen in der Woche es sinnvoll ist. An den restlichen Tagen werden 3 Mahlzeiten mit 4-6 Stunden Pause gemäß der individuellen Lebensmittelliste empfohlen. Zudem wird aufgrund der Vital- und Stoffwechselanalyse ermittelt, welche Nahrungsmittel Sie während der Fastentage in den 8 Stunden zu sich nehmen sollten.

Am verbreitesten beim Intervallfasten ist die sog. 16/8-Methode:

Hierbei wird, am Besten über Nacht, 16 Stunden nichts gegessen und innerhalb von 8 Stunden kann tagsüber "normal" gegessen werden. Wenn man z.B. abends um 19 Uhr zuletzt gegessen hat, kann man wieder ab 11 Uhr vormittags essen. In der Fastenzeit sind nur Wasser und ungesüßte Tees oder Kaffee erlaubt.

Bei der sog. 5/2-Methode wird 5 Tage in der Woche normal gegessen und an 2 Tagen in der Woche gefastet. An den beiden Fastentagen (wenn möglich keine aufeinander folgenden Tage) dürfen max. 500 kcal aufgenommen werden.

Dabei ist es natürlich wichtig, was man in den Essenszeiten zu sich nimmt. Der Körper muss ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, so dass keine Mangelerscheinungen auftreten.

Am Besten lässt sich das Intervallfasten daher mit der gesund&aktiv-Stoffwechselanalyse kombinieren. Aufgrund der Blutwerte können wir genau feststellen, welche Lebensmittel für Ihren individuellen Stoffwechsel optimal sind. So lässt sich der positive Effekt des Intervallfastens auf den Stoff-wechsel noch verstärken.

Neben der Gewichtsabnahme kann das Intervallfasten positive Auswirkungen auf den Schlaf, den Blutdruck, den Cholesterin- und den Blutzuckerspiegel haben. Durch die längeren Essenspausen kann das Intervallfasten zudem bei chronischen Entzündungen und Autoimmun-erkrankungen helfen.

Auch beim Intervallfasten bildet der Körper in den längeren Essenspausen  Ketonkörper mit den entsprechenden Vorteilen für den Körper, vor allem bei chronischen Entzündungen. Aus diesem Grunde wurde der gesund&aktiv-Plan "Ketogene Ernährung" aus dem Programm genommen und durch den neuen Ernährungsplan 2021 ersetzt, der für viele Patienten leichter einzuhalten ist.